Berechnung Potential Seeache

23 Jan 2019
·
von energievision_redaktion

Berechnung Potential Seeache

Von der Klima und Energiemodellregion Mondseeland wurden folgender Verbrauch der
6 Gemeinden Innerschwand, Mondsee, Oberhofen, St.Lorenz, Tiefgraben und Zell am
Moos erhoben: Der Gesamtstromverbrauch liegt bei 78 GWh pro Jahr. Es wird nur je
eine GWh Photovoltaik und Kleinwasserkraft ins Netz gespeist!


Viele setzen auf Wasserkraft, wenn es darum geht, noch zusätzliche erneuerbare
Energie herzustellen. Manche in der Region glauben auch, dass genug Potential
vorhanden ist. Um zu illustrieren, wie weit Nachfrage und Angebot auseinander liegen,
haben wir uns die Seeache zwischen Mondsee und Attersee angesehen.

Der mittlere Abfluss MQ eines Entwässerungssystems errechnet sich als zeitliches
Mittel der Regelwassermenge über das Jahr.
Würde man jeden Tropfen Wasser und die gesamte Fallhöhe nützen, ergebe sich in
etwa eine Leistung von 1 MW. Nehmen wir an, das Kraftwerk läuft jede Stunde im Jahr
(reine fiktive Annahme) dann wären damit rund 8,5 GWh (also 8.500 MWh) theoretisch
erzeugbar. Aber das sind rein theoretische Zahlen. In der Praxis ist nur ein geringer
ein Bruchteil nutzbar! Aber man erkennt, selbst unter diesen fiktiven Annahmen könnte
man nur etwas mehr als 10% der Nachfrage erzeugen.


Wie sieht die Praxis, das technisch Machbare am Bsp. des Kraftwerkes der ehem.
Ebewe aus:

Es werden lt. Angabe ca.1 GWh erzeugt. Nachdem es ein weiteres ähnlich großes
Kraftwerk etwas weiter flussaufwärts gibt, können wohl dzt. max. 2,0 GWh - also 3 %
des Verbrauches im Mondseeland - erzeugt werden.
Das ist das technisch machbare an einem der größten Flüsse der Region.


Scharfe Rechner können sich auch ausrechen, wie viele PV-Module nötig wären. Eines
produziert etwa 250 kWh pro Jahr. Wir verbrauchen 78.000.000 kWh pro Jahr. Also
bräuchten wir 30.000 Dächer/Häuser und jedes mit PV - einfach abgeschätzt. Mit dem
Problem, dass diese im Winter eher geringe Erträge liefern.
Wir denken, dass hier manches noch nicht zu Ende gedacht ist, und andere Quellen
erschlossen werden müssen, damit auch wir unseren Anteil an der Energiewende
leisten


Das Projekt Windpark Saurüssel mit 10 Windrädern würde genau die benötigte
Strommenge pro Jahr erbringen.
z.B. bringt der Windpark Munderfing mit 5 Windrädern 35.000.000 kwh pro Jahr.
Wenn der Windpark z. B. von den österreichischen Bundesforsten errichtet wird so
entstehen keine Kosten für Bürger, Gemeinden und Land Oberösterreich.
Die Ökostromförderung für diese Windräder würde in OÖ bleiben und nicht in andere
Bundesländer „auswandern“. Sobald die österreichischen Bundesforste Gewinne aus
diesem Windpark erwirtschaften, fließen diese in unser Bundesbudget und kommen somit
jedem Staatsbürger zu Gute!

 

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